Am kommenden Wochenende richtet sich der Blick der europäischen Trialszene auf das Motorsportgelände Werler Ring: Dort werden mit den beiden abschließenden Läufen die Titelentscheidungen der Trial-Europameisterschaft 2026 fallen. Knapp 100 Fahrerinnen und Fahrer aus zahlreichen Nationen haben ihre Nennung für das prestigeträchtige Saisonfinale abgegeben. Besonders erfreulich aus heimischer Sicht ist die starke Beteiligung deutscher Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die vor heimischem Publikum um wertvolle Meisterschaftspunkte kämpfen werden.
An beiden Veranstaltungstagen starten die ersten Fahrerinnen und Fahrer bereits gegen 8:30 Uhr in den Wettbewerb. Auf dem anspruchsvoll vorbereiteten Gelände gilt es, in zwei Runden jeweils zwölf Sektionen zu bewältigen. Für Spannung ist somit bestens gesorgt, wenn Europas beste Trialsportlerinnen und Trialsportler am Werler Ring um die letzten Punkte und die begehrten Europameistertitel kämpfen.
In der Klasse „European Championship“ liegt der Italiener Luca Petrella die Meisterschaft nach den bisherigen Veranstaltungen zur Europameisterschaft in Massais (Frankreich), Entrimo (Spanien) und Civita Castellana (Italien) mit 585 Meisterschaftspunkten vor Sondre Haga (Norwegen) mit 510 Punkten und David Fabian (Tschechien) mit 420 Punkten. Rodney Bereiter liegt vor dem Finale mit 320 Punkten auf Rang fünf. Außerdem gehen in Werl Paul Reumschüssel und Fabio Sacht in dieser Klasse an den Start.
Bei den Damen führt Alycia Soyer (Frankreich) vor dem Finale in Werl mit 540 Punkten vor der punktgleichen Alessia Bacchetta (Italien) und Martina Gallieni (Italien) belegt im Zwischenstand mit 385 Punkten Rang drei. Als Gaststarter gehen in Werl aus Deutschland Vivian Wachs, Sophia Reumschüssel-ter Jung und Hannah Schneider an den Start.
Die Klasse „European Junior Cup“ dominiert in diesem Jahr der Italiener Fabio Mazzola, der mit sechs Siegen aus sechs Läufen und somit mit 600 Punkten als Führender nach Werl reist. Elouenn Monnier (Frankreich) liegt dahinter mit 480 Punkten auf Rang zwei, gefolgt von Lennox Schlosser mit 430 Punkten. Aus Deutschland starten in dieser Klasse außerdem Jona Bergmann und Tobias Janitschke in Werl.
In der Klasse „European Championship Youth“ führt Theo Flourette mit 490 Punkten vor Silvestre Gunferrer Barris (Spanien) mit 480 Punkten. Zwischenrang drei belegt derzeit Erki Hakuni (Finnland) mit 430 Punkten. Marian Ristevski liegt nach zwei Siegen aus zwei Starts mit 200 Punkten auf Rang sieben der Meisterschaft.
Die Klasse „European Championship Senior“ ist in diesem Jahr komplett in deutscher Hand. Alois Thoma führt mit maximaler Punkteausbeute und 600 Punkten vor Oliver Wengler (480 Punkte) und Timor Ossevorth (310 Punkte). Außerdem gehen in Werl Tobias Stranghöner, Mathias Schulz, Norman Stoll und Dennis Grothues aus Deutschland an den Start.
Im „International Women’s Cup“ geht die Spanierin Farners Fontdevila Dachs mit 560 Punkten ins Finale in Werl. Mit 455 Punkten liegt Eloise Gachelin (Frankreich) mit 455 Punkten auf Rang zwei und Thereza Hulkova (Tschechien) komplettiert das Zwischenstands-Podium mit 420 Punkten. Mit nur fünf Punkten Rückstand auf das Podest liegt Leonie Pohl vor dem Finale in Werl auf Rang vier und Johanna Binder mit 280 Punkten auf Zwischenrang sechs.
Den „International Youth Cup“ führt vor dem Meisterschaftsfinale in Werl der Italiener Giacomo Midali mit 570 Punkten vor Haralds Pricins (Lettland) mit 380 Punkten und Filipo Colombo (Italien) mit 374 Punkten an. Kalle Lehmann liegt vor Werl mit 250 Punkten auf Rang acht und Maximilian Valentin Binder belegt derzeit mit 60 Punkten Rang 22. Aus Deutschland gehen in Werl zudem Levin Liffers, Lasse Frauen, Louis Großkopf, Josch Fjon Wilcke, Mats Böhling, Max Heibrock und Luca Marcello Uhlig an den Start.
Im „International Cup“ führt der Este Sebastian Tuisk mit 540 Punkten vor seinem Landsmann Chris Andre Ivanov mit 325 Punkten. Egert Kimmel, ebenfalls aus Estland, liegt mit 255 Punkten auf Zwischenrang drei. In Werl starten aus Deutschland in dieser Klasse Lars Wandel und Philipp Emonts.
Die Live-Ergebnisse aus Werl können an beiden Tagen über www.trial-live.eu eingesehen werden. Die Fahrerinnen und Fahrer, insbesondere die Deutschen, freuen sich gemeinsam mit dem MSC Werl e.V. auf zahlreiche Besucher und gute Stimmung rund um die Sektionen am Werler Ring.
Text: Sandro Melchiori, DMV-Sportabteilung; Grafik: MSC Werl e.V. im DMV