Am vergangenen Wochenende folgten mehr als 90 Fahrerinnen und Fahrer dem Ruf des MSC Werl e. V. und starteten bei den letzten beiden Läufen zur diesjährigen Trial-Europameisterschaft auf dem Motorsportgelände „Werler Ring“. Zwei reibungslose Veranstaltungstage waren das Ergebnis der umfangreichen Vorbereitungen des Organisationsteams des MSC Werl e. V. und die zahlreichen Zuschauer erlebten packende Trialaction im Kampf um die Meistertitel.
Nach der Anreise am Donnerstag und der Anmeldung am Freitagvormittag stand für die Fahrerinnen und Fahrer am Freitagmittag das Training auf dem Programm, um sich an das Gelände in Werl zu gewöhnen. Anschließend stand die Besichtigung der zwölf vorbereiteten Sektionen an. Im Abstand von eineinhalb Minuten starteten die Fahrerinnen und Fahrer dann am Samstag und Sonntag jeweils auf die Strecke und kämpften in zwei Runden mit je zwölf Sektionen um die wichtigen Meisterschaftspunkte und die vorderen Platzierungen.
Im Kampf um die Trial-Europameisterschaft konnte sich Luca Petrella (Italien) mit Platz zwei am Samstag und dem Sieg am Sonntag in Werl zum Europameister küren. Sondre Haga (Norwegen) landete mit zwei dritten Plätzen in Werl in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang. David Fabian (Tschechien) sicherte sich mit einem Sieg am Samstag und Rang zwei am Sonntag Gesamtrang drei. Rodney Bereiter beendete die Trial-Europameisterschaft auf Rang fünf.

Die Ausgangslage in der Frauen-Europameisterschaft hätte vor dem Finale in Werl nicht spannender sein können. Alycia Soyer (Frankreich) und Alessia Bacchetta (Italien) reisten punktgleich nach Werl und so war es am Ende Alycia Soyer, die mit Rang zwei am Samstag und dem Sieg am Sonntag zum Titel fuhr. Alessia Bacchetta fuhr in Werl am Samstag auf Rang drei und am Sonntag auf Rang zwei und sicherte sich damit Rang zwei in der Gesamtwertung vor Martina Gallieni aus Italien auf Gesamtrang drei. Denisa Pechakova (Tschechien), die nur einzelne Veranstaltungen zur diesjährigen Europameisterschaft bestritt, erreichte am Samstag den Sieg und am Sonntag den dritten Rang in Werl.

Die Klasse „European Championship Junior“ dominierte der Italiener Fabio Mazzola, der mit einem Doppelsieg in Werl seine Siegesserie komplettierte und somit alle Läufe für sich entscheiden konnte. Elouenn Monnier (Frankreich) landete nach einem sechsten Platz m Samstag und dem zweiten Rang am Sonntag in Werl den Vizemeistertitel. Lennox Schlosser sicherte sich mit Rang fünf am Samstag und Rang drei am Sonntag den dritten Platz in der Junioren-Europameisterschaft. Tobias Janitschke konnte bei seinem Gaststart in Werl am Samstag den zweiten Rag belegen, schied jedoch am Sonntag nach einem Sturz in der zweiten Runde aus.

In der Klasse „European Championship Youth“ zeigte Marian Ristevski sein Können und feierte einen Doppelsieg in Werl. Der Franzose Theo Flourette landete an beiden Tagen in Werl auf Rang zwei und sicherte sich den Meistertitel in der Jugend-Europameisterschaft. Silvestre Ginferrer Barris-Esparbe (Spanien) landete in der Tageswertung am Samstag auf Rang fünf und am Sonntag auf Rang vier und sicherte sich den Gesamtrang zwei. Erkki Hakuni (Finnland) erreichte in Werl am Samstag Rang sechs und am Sonntag Rang drei, was ihm den Gesamtrang drei sicherte. Mit vier Siegen bei vier Starts landete Marian Ristevski in der Gesamtwertung auf Rang fünf.

Die Klasse „European Championship Seniors“ war in diesem Jahr in deutscher Hand. Alois Thoma konnte seinen Vorsprung aus den ersten Veranstaltungen nutzen und mit Rang drei am Samstag und Platz zwei am Sonntag zum Europameister-Titel fahren. Oliver Wengler konnte nach seinen starken Ergebnissen zuvor Rang zwei behaupten, ohne in Werl zu starten. Timo Ossevorth landete auf Gesamtrang drei. Bei seinem Gaststart konnte Norman Stoll in Werl einen Doppelsieg feiern und Mathias Schulz landete am Samstag auf Rang zwei und am Sonntag auf Rang drei.
In der Klasse „International Cup“ konnte Philipp Emonts in Werl einen Doppelsieg vor Lars Wandel einfahren. Egert Kimmel (Estland) wurde an beiden Tagen und auch in der Gesamtwertung Dritter. Der Meistertitel in der Klasse ging nach zwei vierten Plätzen in Werl an den Esten Sebastian Tuisk vor seinem Landsmann Chris Andre Ivanov auf Rang zwei.

Im „International Youth Cup“ feierte Giacomo Midali (Italien) nach seinem Sieg am Samstag auch den Meistertitel in der Klasse. Der Lette Haralds Pricins wurde mit Rang sechs am Samstag und einem Sieg am Sonntag Meisterschafts-Zweiter. Auf Rang drei der Gesamtwertung landete Filippo Colombo (Italien).
Im „International Women’s Cup“ landete die Spanierin Farners Fontdevila Dachs einen Doppelsieg in Werl und feierte somit auch den Sieg in der Gesamtwertung. Eloise Gachelin (Frankreich) wurde in Werl zweimal Dritte und sicherte sich damit Gesamtrang zwei vor der Tschechin Tereza Hulkova, die in Werl auf den Rängen vier und fünf ins Ziel kam. Leoni Pohl verpasste das Podest in der Meisterschaftswertung knapp und landete auf Rang vier. Lena Stephan erreichte bei ihrem Gaststart in Werl zweimal Rang zwei.
Alle Ergebebnisse aus Werl gibt es auf www.trial-live.eu.
Das Finale der Trial-Europameisterschaft begeisterte Fahrer/innen, Teams und Zuschauer gleichermaßen und sorgte über das gesamte Wochenende für eine gute Stimmung auf dem Motorsportgelände Werler Ring.
Text: Sandro Melchiori, DMV-Sportabteilung; Fotos: Mona Pekarek, TRIALSPORT & Denise Culetto